Bauvorhaben: Merian Am Illerpark
Bauvorhaben: Merian Am Illerpark
Bauen im Grundwasser stellt besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Mit Spundwänden, einer wasserundurchlässigen Bodenplatte und präziser Betonage wurde die Grundlage für den weiteren Baufortschritt geschaffen.
Bauen im Grundwasser zählt zu den technisch anspruchsvollsten Aufgaben im Hoch- und Tiefbau.
Um auf dieser Baustelle überhaupt arbeiten zu können, mussten zunächst Spundwände gesetzt werden. Sie dichten die Baugrube gegen das umliegende Grundwasser ab und schaffen einen kontrollierten Arbeitsbereich.
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die wasserundurchlässige Bodenplatte. Sie bildet die Grundlage des Bauwerks und schützt dauerhaft vor eindringendem Wasser.
Um die Dichtigkeit langfristig sicherzustellen, wurde die Bodenplatte in drei Betonierabschnitten hergestellt und mit einer besonders hohen Bewehrungsmenge ausgeführt.
Diese Kombination dient der gezielten Rissbreitenbegrenzung:
Durch die abschnittsweise Betonage und den Einsatz von rund 200 Tonnen Bewehrungsstahl wird die Rissbildung kontrolliert und deutlich reduziert. Je weniger und je kleinere Risse entstehen, desto geringer ist die Möglichkeit, dass Wasser in die Bodenplatte eindringt.
Die Bodenplatte weist eine Stärke von 40 cm auf. Insgesamt wurden rund 2.170 m² betoniert, wobei etwa 900 m³ Beton verarbeitet wurden.
Präzise Planung, abgestimmte Abläufe und eine saubere Ausführung waren entscheidend, um die hohen technischen Anforderungen zu erfüllen.
Das Ergebnis ist eine stabile, dichte und langlebige Grundlage für den weiteren Baufortschritt – auch unter anspruchsvollen Bedingungen im Grundwasserbereich.