Die Wahl von Baustoffen und Bauverfahren prägt ein Gebäude von der Errichtung bis zur späteren Nutzung. Dabei spielen Materialeinsatz, Energiebedarf und die Anforderungen der Bewohner eine wichtige Rolle. bendl greift diese Themen in konkreten Bauprojekten auf. Ein Beispiel ist das Herzensprojekt 2G: Hier kommt die Holz-Hybrid-Bauweise zum Einsatz, die Holz mit Beton kombiniert und die jeweiligen konstruktiven Eigenschaften der Materialien nutzt.
Bei der Planung eines Gebäudes zählen die Baustoffe und die Bauweise ebenso wie die spätere Nutzung, Instandhaltung und ein möglicher Rückbau. Betrachtet wird der gesamte Lebenszyklus – von der Herstellung der Materialien bis zu ihrer Wiederverwendung oder Entsorgung.
Dabei sind Energie- und Materialbedarf, Wirtschaftlichkeit und Nutzungskomfort gemeinsam abzuwägen. Beim Projekt 2G von bendl kommt beispielsweise eine Holz-Hybrid-Bauweise zum Einsatz. Welche Umweltwirkungen damit verbunden sind, lässt sich nur anhand einer projektbezogenen Bewertung über den Lebenszyklus beurteilen.
Denn nachhaltiges Bauen besteht aus den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und dem sozialen Aspekt:
Das 2G-Gebäude in Günzburg ist in Holz-Hybrid-Bauweise gebaut und mit OpenBIM bereits im Vorfeld so geplant worden, dass es auf der Baustelle selbst zu keinen unvorhergesehenen Überraschungen kommt.
Das Bauprojekt 2G zahlt auch auf die Zukunft ein, denn Ziel ist es, gemeinsam alt zu werden mit Freunden, Bekannten und Familie unter einem Dach. Jeder hat seine eigene komfortable Wohneinheit und Gemeinschaftsräume laden zugleich zum Austausch ein. So gehören zu groß gewordene und teils leerstehende Einfamilienhäuser in ferner Zukunft der Vergangenheit an und bieten Raum für die nächste Generation.
Ein Herzensprojekt, das Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang bringt.
Bei der Auswahl von Baustoffen spielen Rohstoffbedarf, Herstellungsaufwand und Emissionen eine Rolle. Hinzu kommen ihre Nutzungsdauer, die Instandhaltung sowie Möglichkeiten zur Wiederverwendung oder Entsorgung. Um Umweltwirkungen zu beurteilen, müssen diese Aspekte im Zusammenhang mit dem jeweiligen Gebäude betrachtet werden. Eine Grundlage dafür bieten produktspezifische Umweltdeklarationen und eine Ökobilanz des Bauwerks.
Für den Hausbau steht eine große Auswahl an Baustoffen zur Verfügung – von traditionellen Naturmaterialien bis zu modernen Materialkombinationen. Dazu zählen beispielsweise Holz, Stroh, Lehm, Kork und Naturstein. Welche Materialien geeignet sind, hängt von ihrer Funktion und den Anforderungen des Gebäudes ab. Bei der Auswahl zählen unter anderem Herstellung, Transport, Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit. Eine natürliche Herkunft allein belegt noch keine geringere Umweltbelastung.
Holz ist ein nachwachsender Baustoff, der während seiner Nutzung Kohlenstoff speichert. Seine Eigenschaften hängen von Holzart, Verarbeitung und Einsatz ab. Der Wärmeschutz eines Gebäudes wird durch den gesamten Bauteilaufbau bestimmt. Sichtbare Holzoberflächen schaffen eine warme und einladende Atmosphäre.
Stroh ist ein kostengünstiges und effektives Isoliermaterial, das in Ballenform in den Wänden von Gebäuden verwendet wird. Es ist ein Nebenprodukt der Landwirtschaft und bindet während des Wachstumsprozesses CO2. Strohbauten bieten eine hohe Energieeffizienz und haben eine sehr niedrige graue Energiebilanz.
Lehm ist ein weiteres traditionelles Baumaterial, das hervorragende regulative Eigenschaften in Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur bietet. Lehm ist vollständig biologisch abbaubar und kann leicht recycelt werden, ohne schädliche Abfälle zu hinterlassen. Zudem fördert es ein gesundes Raumklima, indem es Schadstoffe aus der Luft filtert.
Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und ist ein nachwachsender Rohstoff, der ohne Schädigung des Baumes geerntet werden kann. Kork ist ein ausgezeichneter Isolator gegen Wärme, Kälte und Schall und bietet zudem eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Schimmel.
Naturstein, wie Granit, Schiefer oder Sandstein, ist langlebig und benötigt wenig Wartung. Er ist vollständig recycelbar und verleiht Gebäuden eine zeitlose Ästhetik. Naturstein bietet auch eine natürliche Wärmereservierung, was den Energieverbrauch senken kann.
Für die Dämmung kommen unter anderem Hanf, Stroh oder Schilf infrage. Entscheidend sind die Eignung für den Einsatzbereich sowie Wärme-, Feuchte- und Brandschutz. Auch Lacke, Farben und Bodenbeläge gehören zur Materialplanung. Bei Produkten auf Kalk-, Kreide- oder Lehmbasis sind die genaue Zusammensetzung und produktspezifische Emissionswerte zu beachten.
Weiterführende Informationen zu KfW 40 Plus und zur energieeffizienten Gebäudeplanung finden Sie hier.